The Bee-Ciders
Bereits in den späten 1990er Jahren waren Peter und Nype gemeinsam in einer Band in Graz. „The Styrian Beerwolves„, ein Name, dessen Bedeutung sich auch allen drei eingefleischten Fans der Gruppierung bis zuletzt nicht erschloss, waren eine Cover-Band mit einem programmatischen Schwerpunkt im Bereich Country und Blues. Nach Nypes Einstieg war eine stärkere Entwicklung in Richtung Rock spürbar und so konnte man manche Titel von Gary Moore und Deep Purple aus dem heutigen Bee-Ciders‘ Katalog bereits auf der Beerwolves Setliste finden. Diese Songs bildeten das Fundament für das, was später die Liedschatzkiste der Bienchen werden sollte.
Nach dem Ende des legendären Wolfsrudels 1999 und einer zweijährigen Pause, entstand ein weiteres wegweisendes Projekt. Nype und Eddie trafen erstmals 2001 in einer Band mit dem ursprünglichen Namen „OhrWerk“ aufeinander, die später unter dem Namen „push’n’funk“ eine breitere Öffentlichkeit erreichte. Mit eigenen Songs aus verschiedenen Musikrichtungen von Rock und Folk bis Reggae und Funk mit einer Prise Progressive und deutsch / steirischen Texten, schickte sich push’n’funk an, in die Fußstapfen der legendären Austro-Pop Giganten Ausseer Hardbradler zu treten. Unzählige Umbesetzungen machten das Erreichen der gesteckten Ziele allerdings unmöglich. Bemerkenswert erscheint auch die Tatsache, dass eine gewisse Sandra Danzer 2011 ebenfalls für die zur der Zeit vakante Leadstimme vorsang. Sie entschied sich damals allerdings aus familiären Gründen gegen das Engagement, das Schicksal hatte andere Pläne für die gemeinsame Zukunft. Das Projekt push’n’funk kam im Jahr 2021 endgültig zum Erliegen und ließ die Fans mit der Erwartung des bereits 2014 angekündigten dritten Albums enttäuscht zurück.
Es war im Jahr 2020, als sich Peter und Nype entschieden, ihre Kräfte erneut zu bündeln. Durch die langjährige Partnerschaft in anderen Projekten war Eddie die naheliegende Wahl am Schlagwerk. Kurz nach der Konstituierung betrat bereits Sandra das Zentrum der Bühne, obwohl sie in einer Reihe anderer erfolgreicher Projekte vermeintlich genug ausgelastet gewesen wäre. Dank ihrer überragenden Gesangsfähigkeiten öffnete sich der noch jungen Band die Tür zu einem neuen Universum an möglichen Songs, die zu interpretieren nun machbar schien. Die Suche nach einem Bassisten stelle sich zunächst als schwierig heraus und endete letztlich, als der erfahrene Rock- und Metalbassist Andi Pongratz seinen Weg in den Bienenstock fand und mehr als nur die lange vermissten Tieffrequenzen beitrug. Was als Jam-Session begann, komplettierte schlussendlich das Puzzle, als sich die oberösterreichische Geigerin und Sängerin Verena Schwarz entschied, ein Vollmitglied der somit sechsköpfigen Band zu werden, was ihr regelmäßig ausgedehnte Autofahrten zu den Proben abverlangte.
Nachdem die Besetzung nun fest stand, nannte sich die Band „The Bee-Ciders„, was ihre Vorliebe für B-Seiten zum Ausdruck bringen sollte. Hitmaterial, das man üblicherweise von einer Cover-Band erwarten würde, findet sich in der Setlist eher selten. Stattdessen richten die Bee-Ciders das Rampenlicht auf die versteckten Edelsteine, die vergessenen Juwelen und die Rohdiamanten, die andere nicht wagen würden, ans Tageslicht zu fördern. Und selbst wenn prominente Interpreten auf der Liste stehen, vermag die Wahl der Titel mitunter zu überraschen.
Also, stellt sicher keine einzige Show zu verpassen – Ihr könntet Euch um die Chance bringen, Euren Lieblingssong aus Kindergartentagen zu hören, der möglicherweise noch nie live gespielt wurde!
Sandra

Mit jahrzehntelanger Bühnen- und Studioerfahrung (was bemerkenswert ist für eine Frau, die unmöglich älter sein kann als 25), ohne Angst vor großen Namen und mit der Bereitschaft, jede Herausforderung anzunehmen, ist Sandra unbestritten die Kapitänin der Band bei Regen und bei Sonnenschein – oder in diesem Fall: Die Bienenkönigin. Zusätzlich zu ihrer umwerfenden stimmlichen Präsenz, neben instrumentaler Begleitung aller Art, führt sie sowohl Musiker als auch Publikum mit charmanten und humorvollen Erzählungen durch die mitunter intensiven und fordernden Liveshows. Wenn sie die Bühne betritt, um vorzutragen was sie zuvor in unzähligen Proben mit chirurgischer Präzision erarbeitet hat, erhält sie die ungeteilte Aufmerksam der Menge.
Peter
Der Arbeitstitel des Projekts „Bee-Ciders“ lautete zunächst aus gutem Grund „Piotr & The Combo“, spielt Peter doch als Leadsänger und Keyboarder bzw. Pianist eine enorm wichtige Doppelrolle in der Band. Sein warmes Timbre ergänzt die weiblichen Stimmen und er komplettiert spielerisch jedes Duett, egal in welcher Sprache. Obwohl er stets dazu neigt, sein Licht unter einen Scheffel zu stellen, bildet Peters Keyboardspiel die Leinwand und das virtuose Piano die Zwischentöne, die die Saiteninstrumente nicht zu liefern vermögen, um die volle Bandbreite der Bee-Cider’schen Klanglandschaften zu erzeugen.

Verena

Dank ihrer klassischen Ausbildung am Instrument bringt Verena die einzigartige Fähigkeit ein, Musik zu lesen und korrekt zu transkribieren. Dies ist insbesondere enorm hilfreich, wenn es gilt, Orchesterparts für die einzelne Geige oder im Duett mit künstlichen Streichern vom Keyboard zu arrangieren. Zusätzlich zum Geigenspiel, das eine große Bereicherung in der Gesamtdarbietung der Bee-Ciders darstellt, sorgt sie auch stimmlich für ein vollständiges Bild, da sie dank ihres unglaublichen Stimmumfangs von Sopran bis Kontra Alt alle Lücken füllen kann. Im Gegensatz zur Rhythmussektion ist Verena eher dem Weißwein als dem Gerstenbräu zugetan.
Andi
Würzt jede Bee-Ciders Show mit seiner energiegeladenen Live-Performance und lässt mitunter Zweifel aufkommen, ob der Bass mit einer solchen Bühnenshow nicht etwa vom Band kommt – was sie natürlich nicht tut! Kärntner Ursprungs liebt er die Bühne und erobert sie mit einem charmanten Lächeln, dem sich niemand entziehen kann. Immer bereit zu neuen Ufern aufzubrechen, erweitert er stetig sein Repertoire an Stilen und Techniken und experimentiert unentwegt mit neuem Equipment – stets auf Jagd nach dem perfekten Basssound um das Fundament für das Gesamtkunstwerk der Bienchen zu legen. In seiner neuen Rolle als Vater durfte Andi nun auch vom erfahrenen Flieger zum Herrn der Windeln aufsteigen.

Eddie

Ein begnadeter Schlagzeuger, dem es perfekt gelingt, sein fotographisches Gedächtnis für Beats, Melodien und Texte in seine rhythmische und gesangliche Darbietung einzuweben. Ausgehend von einem Grunge und Metal Hintergrund hat er über die Jahre einen feinsinnigen und weitreichenden Schlagzeugstil entwickelt, nicht zuletzt durch den Willen, von den besten seiner Zunft zu lernen, wie Gavin Harrison oder Mike Portnoy, um nur einige zu nennen. Wenn die Schlagzeugstöcke schweigen, spricht sein großes Herz, das er in jedes musikalische Projekt legt, dessen er sich annimmt, was ihn zweifellos zum emotionalen Rückgrat der Bee-Ciders macht. Ehrenamtlich übernimmt Eddie auch noch das Amt des CBO (Corporate Beer Officer) in der Band.
Nype
Mit den Versuchen, die Setliste in alle möglichen und unmöglichen Richtungen zu erweitern und immer auf der Suche nach dem nächsten völlig verrückten Song, mit dem niemand rechnet, aber den jeder lieben wird, gepaart mit einem leicht verrückten Hang zur Pedanterie, gelingt es Nype regelmäßig, seine Bandkollegen zum Wahnsinn zu treiben – was er als Teil der Jobdescription als Leadgitarrist in jeder Band sieht. Die technischen Unzulänglichkeiten am Instrument lassen die Hürde für den Versuch seine Idole Morse, Bettencourt, Satriani oder Petrucci auch nur im Ansatz zu imitieren unüberwindbar erscheinen. Obwohl die linke Seite der Bühne auffallend gut mit Äxten aller Farben und Arten bestückt ist, lässt sich eine Präferenz für durch ENGL Verstärker hörbar gemachte MusicMan Gitarren nicht leugnen.

