Graz Mo.xx 21.03.2026

Trotz widriger Umstände
Was für ein Tag!
Am Freitag hatte alles noch so vielverspechend ausgesehen: beinahe ausverkauftes Haus, das Programm gut geprobt, alle Vorbereitungen getroffen.
Und dann am Samstag ging von Anfang an alles schief. Halsschmerzen, verdorbener Magen und ein Beinahe-Zusammenbruch auf dem Weg zum Aufbauen. Als dann schlussendlich alle heil am Veranstaltungsort angekommen waren, streikte mal wieder die Technik und das Eigenleben des Mischpults führte unweigerlich zu einer Verzögerung von 1,5 Stunden. Der Soundcheck hätte bereits vor 4 beginnen sollen, doch um halb sechs war noch immer keine Trommel angeschlagen. Nach der Entscheidung, einen Ersatzmixer zu besorgen und alles neu zu verkabeln, war ein verspäteter Start unausweichlich.
Um halb 8 legten unsere Gäste PAMM dann letztlich aber los und begeisterten das Publikum vom ersten Akkord von „Killing In The Name“ bis zum letzten Beckenschlag von „Enter Sandman“. Eine halbe Stunde feinster 90er Rock und Metal entschädigte für die lange Wartezeit und die vier jungen Herren nahmen ihren voll verdienten Applaus freudig entgegen.
Einige von uns waren immer noch angeschlagen, als wir kurz nach halb 9 unser erstes Set starteten. Zugegeben viel es anfangs schwer, den Level von Metallica und Co. mit Eros Ramazzotti zu halten, aber spätestens mit ‚Blackest Eyes‘ war wieder Energie auf der Bühne und die Bienen waren in der Spur. Die Sänger meisterten die ersten Nummern ohne Monitoring im Blindflug. Der Höhepunkt des ersten Sets war zweifellos ein Austropo Klassiker in neuem Gewand: „Fata Morgana“ von der E.A.V. traf das Publikum unerwartet und erzeugte einhelliges Kopfnicken zum schweren Beat. Mit dem Dire Straits Meisterwerk „Brothers In Arms“ verabschiedeten wir uns in eine kurze Pause.
Das zweite Set nahm mit Anoul und Flying Colors Fahrt auf, bevor mir bei Eros & Anastacia noch einmal kurz Luft holten für den härteren Teil des Abends. Die Highlights waren die beiden neuen Songs: „Bring Me To Life“ verlangte Sandras angeschlagener Stimme alles ab und Rammsteins „Sonne“ kam unerwartet aber mit einem Knall! Das Hauptprogramm endete mit „Uninvited“, das mittlerweile zu einem der beliebtesten Songs geworden ist.
Die Zugaben wurden ohne Sandra und Verena mit einem sehr emotionalen „When A Blind Man Cries“ in der Live-Version von Paris 1996 eröffnet. Die beiden Damen verabschiedeten sich mit einem letzten Vodka-Martini in „You Know My Name“.
Am Ende bedanken wir uns bei einem sehr geduldigen Publikum für das Ausharren und Mitfeiern bis 23:00. Und wir bedanken uns auch bei unseren Gästen PAMM für die großartige Stimmung und bei Motte und Finki für Ton und Licht und einen trotz allem erfolgreichen Abend.
Graz Mo.xx 17.05.2025

Endlich im Mo.xx!
Zweiter Versuch.
Dieses Mal hat es funktioniert – der Vertrag war unterschrieben, die Bee-Ciders waren fix im Mo.xx gebucht.
Es war eine zweite Chance für all jene, die im März keine Karten ergattern konnten, und um auch den Wiederholungstätern etwas zu bieten, entschieden wir uns, das Set um 7 Nummern zu verlängern.
Sanfter Start mit den Corrs wie gehabt, gefolgt von „Blackest Eyes“. Neu am Start das weitgehend unbekannte aber sehr feine Duett „Pariah“ von Steven Wilson und Ninet Tayeb, sowie „Don’t Speak“ von No Doubt.
Nach der Pause ein One-Hit-Wonder Song „The One And Only“ – mit Sicherheit keine B-Seite, aber ein Titel den wohl kaum irgend eine andere Band live spielt. Eine sehr düstere Version von „Imagine“ war erwartbarerweise für einige Provokation aber für die meisten ein überraschender Aha-Moment. Die Stimmung erreichte bei „Keep The Faith“ ihren Höhepunkt und bei „Those Were The Days“ waren alle textsicher. Nach dem regulären Ende mit „Sometimes I Feel Like Screaming“ folgten noch Zugaben – diesmal mit Alanis Morisette „Uninvited“.
Ein fantastischer Abend für uns und hoffentlich auch für das geneigte Publikum. Danke an Motte, der uns im bestmöglichen klanglichen Licht erstahlen lässt. Bis zum nächsten Mal!
Graz MiCasa 22.03.2025

Das Debut
Ein kleiner Schritt für eine Biene.
Die Premiere hätte eigentlich im Mo.xx über die Bühne gehen sollen – vor Familie und Freunden mit Unterstützung der erst kurz zuvor gegründeten Band „JAZWerk Orange“. Doch vier Wochen vor dem Gig kam die Hiobs-Botschaft: Die Reservierung wurde übersehen und das Veranstaltungslokal war für diesen Termin bereits anderweitig vermietet. Also mussten wir kurzfristig nach einer neuen Location Ausschau halten und wurden dankenswerterweise auf den neu geöffneten Clubraum im MiCasa aufmerksam gemacht. Als wir das erste Mal dort waren um die Konditionen zu vereinbaren, war die Bühne gerade erst im Entstehen. Klein aber fein und alle sehr freundlich – also probierten wir es. Ein paar Einschränkungen gab es – so waren wir zum Beispiel auf 90 Gäste limitiert, die Bühne war eng für zwei Bands und wir mussten das PA Equipment organisieren, aber bot sich uns eine sehr heimelige Clubatmosphäre. Nach ein paar bemerkenswert beunruhigenden Dialogen mit dem Mann hinter dem Mischpult während des Soundchecks, waren wir letztlich alle bereit für einen großen Abend.
JAZWerk Orange eröffnete mit einem bejubelten halbstündigen Set aus Covers und eigenen Songs, und heizte die Gäste richtig auf für die erste öffentliche Darbietung der Bee-Ciders.
Und dann legten wir also los – erst sanft mit „Dreams“ von den Corrs und als sich das Publikum in Sicherheit wähnte, durchbrach Porcupine Tree die Stille und alle waren wach. Wir pflügten durch ein abwechslungsreiches Set mit The Pretty Reckless, Chris Isaak, Pink und den Spin Doctors. Der Höhepunkt war wohl „Still Got The Blues“ von Gary Moore – sicher keine B-Seite, aber viel zu selten live gespielt heutzutage. Mit dem eher unbekannten, aber gut angenommenen „The Storm“ von den Flying Colors gingen wir in die Pause.
Mit „The Look“ von Roxette meldeten wir uns zurück auf unserer bunten Reise durch Extreme, U2, Sam Brown, Hubert von Goisern, Deep Purple und viele mehr.
Zugaben waren gewünscht. Wir gaben Queen zum Besten und schlossen mit „You Know My Name“ aus Casino Royale ab – geschüttelt, nicht gerührt!
Trotz technischer Unzulänglichkeiten beim Bühnensound war ein erfolgreiches Debutkonzert und die Bestätigung des richtigen Konzepts. Wir konnten den Abend dank eines wundervollen Publikums und einer großartigen Vorband sehr genießen!
